Kunst-Auktionshaus WENDL, Rudolstadt in Thüringen

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99. | FrühjahrsAuktion
4. bis 6. März 2021

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Vorbericht zur Frühjahrsauktion

Mit Beginn des neuen Jahres führt Julia Marie Wendl als neue Inhaberin das Kunst-Auktionshaus Wendl und läutet das 30-jährige Jubiläum des traditionsreichen Familienunternehmens ein. Tatkräftig unterstützt von den Firmengründern Anke und Martin Wendl und dem Mitarbeiterteam läuft die Vorbereitung für die alljährliche Frühjahrsauktion vom 4. bis 6. März. Der ca. 3.000 Objekte umfassende Katalog wird Mitte Februar als Print- und Online-Version veröffentlicht und verzaubert mit einem bunten Frühlings-Potpourri in vielen Kategorien.

Mehr als 700 Gemälde mit den verschiedensten Sujets stehen für die Auktion bereit, darunter Carl Malchins (1838 – 1923) Viehtreiber im flachen Land (Limit 6.000 Euro), Joseph Raphaels (1869 – 1950) Damenbildnis mit Hund (Limit 4.600 Euro) oder ein großes Stillleben mit Früchten und Pilzen des italienischen Barockmalers Giovanni Battista Ruoppolo (1629 – 1693) (Limit 12.000 Euro). Aus dem Umkreis des Jugendstil-Künstlers Peter Behrens (1868 – 1940) befindet sich ein umfangreiches Speiseservice in der ebenfalls mit 635 Losen reich bestückten Kategorie Porzellan. Es wird ohne Limit versteigert. Eine ungewöhnlich große weiße Plastik (H 69 cm) „Paduaner Hahn“ – nach einem Entwurf von Johann Joachim Kaendler (1706 – 1775) – (Limit 1.200 Euro) und besonders schöne Dessertteller mit Weichmalerei der KPM Berlin (Limit je 280 Euro) sind ebenso zur Auktion freigegeben.

Das Wissensuniversum des 17. und 18. Jahrhunderts kann in 24 Bänden der berühmten französischsprachigen „Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers“ erkundet werden (Limit: 1.800 Euro). Die Bedeutung dieses Werkes der Aufklärung liegt in den Beiträgen von namhaften Philosophen, Autoren, Wissenschaftlern, Juristen und Handwerkern wie z.B. Voltaire, Montesquieu, Rousseau, Buffon, Marmontel, Necker, Condorcet, Turgot und anderen. Der Großteil der Einträge wurde von den Herausgebern Diderot und D'Alembert verfasst. Außerdem ist die Encyclopédie für ihre zahlreichen Kupferstiche bekannt, die besonders das Handwerk bildlich veranschaulichen.

Edle Kostbarkeiten finden sich u.a. in den Kategorien Schmuck, Silber, Uhren und Bronzen. Ungewöhnlich und selten ist die Biedermeier-Kommodenuhr in Form eines Miniatur-Paravents mit aufgesetztem Spindelwerk (Limit 650 Euro). Auch eine goldene Automatik-Herrenarmbanduhr der Union Glashütte Sachsen, die anlässlich der der Firmenwiedergründung im Jahr 1997 auf 104 Stück limitiert wurde (Limit 1.800 Euro), zählt zum Angebot. Wortwörtlich herausragend ist die 95 cm hohe Skulptur des Lorenzo di Piero de Medici nach Michelangelo, die man in der Grabkapelle in Florenz im Original bestaunen kann (Limit 1.900). Von Barock bis ins 21. Jh. reicht das Figuren-Angebot. Klassisch schön ist auch Herrmann Haases (1879 – 1960) bekannter weiblicher Akt zu Pferde „Abschied der Amazone“ (Limit 1.200 Euro).

 


Aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen ca. 200 qualitätvolle Abgüsse antiker Gemmen, die in einer mehrschübigen Daktyliothek verwahrt werden (Limit: 3.600 Euro) und zur Kategorie Varia gehören. Ein nahezu 300 Jahre alter barocker, sehr reich beschnittener Deckelpokal aus Böhmen (Limit 390 Euro) ist in der Sparte Glas ebenso zu finden wie eine vom Wiener Künstler Hans Bolek 1915 entworfene Lötz-Vase mit schwarzem Herzblatt-Dekor (Limit 390 Euro).
Seltene, unlimitierte Spiele des frühen 20. Jahrhunderts warten in der Kategorie Spielzeug auf ewig Kind gebliebene, die ebenso von den wunderschönen Puppenstubenmöbeln von Rock & Graner, den ausdrucksvollen Charakterpuppen und seltenem Blechspielzeug begeistert sein werden. Viele Stücke kommen unlimitiert zum Aufruf. „Total verkopft“ zeigt sich die Kategorie Grafik Moderne, die ausgefallene Stücke der Ausstellung „Köpfe“ des Jahres 2011 der Galerie 88 in Hanau bereitstellt.

Wenn auch Sie sich „den Kopf verdrehen lassen“ möchten, freuen wir uns, Sie in unserer liebevoll dekorierten Villa online begrüßen zu dürfen. Die Vorbesichtigung kann erstmals leider nicht mit Publikumsverkehr im Haus stattfinden. Dennoch sind wir für Sie vom 27. Februar bis 3. März, täglich 10-18 Uhr, erreichbar und beantworten Ihre Anfragen gern ausführlich per E-Mail oder Telefon.