Kunst-Auktionshaus WENDL, Rudolstadt in Thüringen

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114. | FrühjahrsAuktion
25. bis 28. Februar 2026

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Ein Fest für die Sinne – Vorbericht zur Frühjahrsauktion 2026

Ein Kunsterleben der Extraklasse verspricht die kommende Frühjahrsauktion vom 25. bis 28. Februar 2026 bei WENDLs zu werden. Geboten wird ein beeindruckendes Potpourri von 3.500 Losen aus allen Sammelgebieten, bei dem besonders Liebhaber des Jugendstils und des Art déco auf ihre Kosten kommen. Der dritte Teil der bedeutenden Sammlung Kurt Adelsberger, der einzigartige Museumsnachlass von Peter Kaus und eine bemerkenswerte private Berliner Porzellansammlung bilden die Schwerpunkte dieser Auktion.

Die Sammlung Kurt Adelsberger (Teil 3)

Nach der bereits in zwei Teilen erfolgreich erfolgten Versteigerung der Porzellansammlung von Kurt Adelsberger offerieren wir nun den dritten Teil der renommierten Privatsammlung, die das Auktionshaus Bergmann akquiriert und katalogisiert hat.
Ein absolutes Highlight ist die Bronze-Plastik „Adagio“ von Georg Kolbe (Limit 30.000 €), einer von nur 15 zu Lebzeiten des Künstlers entstandenen Güssen aus den späten 1920er Jahren. Ebenfalls zu den Meisterwerken der Moderne gehören Ernst Barlachs „Frierende Alte“ (Limit 3.000 €), ein authentischer signierter und nummerierter Guss der Bildgießerei Hermann Noack in Berlin, sowie die ausdrucksstarke Bronzegruppe „Turm der Mütter“ von Käthe Kollwitz (Modelljahr 1938, Limit 12.000 €).
Mittels Lichtkunst und Design wird die Belle Époque zum Leben erweckt. Besonders anmutig sind 2 Bronze-Tischlampen von Agathon Léonard („Das Spiel mit dem Schal“, Limit je 6.000 €) sowie zwei ikonische „Loie Fuller“-Lampen von Raoul Larche (Limit je 5.000 €). Inspiriert wurden beide Künstler von der Tänzerin Loie Fuller, alias Marie Louise Fuller (1862-1928), die als erste Tänzerin elektrisches Licht bei ihren Schleiertänzen einsetzte. 3 große, signierte Tischlampen von Louis Majorelle mit Schirmen von Daum Frères (Limite 500 bis 900 €) runden die Lampenofferte ab. Zu den außergewöhnlich qualitätvollen Dekorationsobjekten gehören des Weiteren ein Art déco-Wandspiegel des Wiener Designers und Kunsthandwerkers Karl Hagenauer (Limit 2.400 €) sowie 3 seltene Jugendstil-Wandbehänge der Scherrebeker Webschule, darunter Otto Eckmanns „Fünf Schwäne“, Heinrich Sperlings "Fünf Störche" und Gadso Weilands "Auffliegende Enten". Die kostbaren Textilien kommen mit jeweils 5.000 € zum Aufruf. Ein Spitzenwerk der Malerei aus der Sammlung Adelsberger ist das Porträt in Pastell „Mary Stuck – Die Tochter des Künstlers“ von Franz von Stuck (Limit 3.000 €), das sich im Original-Rahmen nach einem Entwurf des Künstlers befindet und das als Leihgabe von Kurt Adelsberger in der Dauerausstellung zur "Belle Époque" (2018 bis 2023) in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen war.

Der Museumsnachlass Peter Kaus

Entdecken Sie die Welt von Goldscheider & Co. mit rund 260 Losen aus dem Nachlass des Sammlers Peter Kaus! Viele Stücke dieser Sammlung, die eine exklusive Auswahl an Porzellanfiguren, Keramiken und Skulpturen beinhaltet, waren Exponate der gefeierten Sonderausstellung „Exotik, Verführung, Glamour - Die Weltmarke Goldscheider“ (2015) im Grassi Museum Leipzig. Die Sammlung ziert eine beachtlich große Anzahl wunderschöner Goldscheider-Terrakotta-Büsten, Standfiguren und Tänzerinnen, darunter die „Wasserträgerin“ (Limit 650 €), die „Araberin“ (Limit 550 €), "Theodora" (Limit 460 €), die "Bulgarin" (Limit 280 €) oder das "Mädchen mit Diadem" (Limit 240 €). 2 große Goldscheider-Wandreliefplatten mit Kindermotiven werden für 650 € offeriert. Ein monumentales Meisterwerk aus dieser Sammlung ist die mit 159 cm lebensgroße Keramik-Figur “Stehender Akt mit Tuch” (Limit 5.500 €) des Künstlers Robert Metzkes, die ebenfalls Teil der Sonderausstellung im Grassi Museum war.
Das Sammlungsangebot umfasst zudem hochwertige Jugendstil-Bronzen sowie Alabaster- und Marmorbüsten von Künstlern wie Georges Morin („Reifentänzerin“, Limit 750 €), Théodore Rivière („Mädchenbüste“, Limit 550 €) und Emmanuel Villanis („Seule!", Limit 220 €). Weitere Schätze der Bildhauerkunst sind die detailreiche Terrakotta-Figur „La Cigale“ mit poetischer Inschrift von 1875 wohl nach Jean Jules Cambos (Limit 280 €) sowie ein weiblicher Terrakotta-Kopf mit Weinlaub wohl nach Albert Ernest Carrier-Belleuse (Limit 360 €).

Edles Porzellan und erlesene Kunstobjekte – Vielfalt, die begeistert

Die Porzellansparte beeindruckt mit über 800 Losen und bietet Kennern, Sammlern und Neueinsteigern gleichermaßen die Möglichkeit, Porzellankunst aus drei Jahrhunderten in höchster Qualität zu entdecken. Besonderes Augenmerk liegt auf der erstklassigen Berliner Privatkollektion von KPM-Tassen, Tellern und Vasen mit Hohenzollern-Motiven – ein Höhepunkt für Liebhaber höfischer Porzellankunst. Die Porzellane stammen überwiegend aus der ersten Hälfte des 19. Jh. und tragen entweder Berlin- oder Potsdam-Ansichten oder Dekore mit Bezug auf das preußische Königshaus, darunter zahlreiche Porträt-Tassen und Tassen mit patriotischen Motiven. Nicht nur in ihrer Größe herausragend ist eine KPM-Prunkvase mit dem Porträt von Friedrich Wilhelm III., eine sogenannte "Französische Vase", die mit 7.000 € angeboten wird.
Besonders hervorzuheben sind zudem bedeutende Großfiguren von Meissen, darunter der vierteilige Tafelaufsaz „Allegorie der bildenden Kunst“, deren zentrale Gruppe aus dem „Ehrentempel“ für Friedrich August II. geschaffen wurde (Limit 900 €), oder die Gruppe „Schlafendes Bauernpaar“ von Ernst Barlach (Limit 1.200 €). Die "Dame im Kasackkleid" nach einem Entwurf von Eberhard Enke aus dem Jahr 1913 für die Schwarzburger Werkstätten (Limit 650 €) und eine große Jugendstil-Mädchenbüste "Pensée" der Manufaktur Sèvres (Limit 550 €) stammen aus der Sammlung Kaus. Eine seltene Sankt Petersburger Empire-Tasse mit Röschenmalerei wird mit 700 € ausgerufen.

Neben diesen Sammlungsschwerpunkten bietet die Auktion etliche außergewöhnliche Einzelstücke aus verschiedenen Themenbereichen. Ein besonderes Highlight im Bereich der Skulpturen ist die ausdrucksstarke Thomas Mann-Plastik von Eberhard Reppold (Limit 6.400 €). Das Werk basiert auf Fotografien von Ernst Schäfer, die 1949 während Manns Ernennung zum Ehrenbürger in Weimar entstanden sind. Die enge Verbindung zur Familie Mann wird durch eine Widmung von Frido Mann aus dem Jahr 2000 im Atelier des Künstlers dokumentiert.

Erlesene Raritäten sind zudem zwei Keramikteller von Pablo Picasso aus der Werkstatt Madoura („Tête de chèvre de profil“, Limit 3.000 €, „Sylvette, Coupelle ronde“, Limit 2.800 €) und eine Art déco-Tafelschale mit Golfspieler der Werkstätte Hagenauer Wien (Limit 2.800 €). Das kleine, aber feine Möbelangebot reicht vom barocken Tabernakel (Limit 2.200 €) über gefällige Jugendstil-Möbel bis hin zu zwei Bauhaus-Stühlen von Mies van der Rohe. Die beiden Freischwinger „MR 10“ und "MR 20" kommen mit je 1.200 € zum Aufruf. Ergänzend dazu finden sich in der Kategorie Kleinodien 51 unlimitierte Miniaturmöbel der größten Design-Klassiker von Breuer und Hoffmann bis Panton.
Ein Fundstück der besonderen Art ist die Rechenmaschine "CURTA" Typ 1 von Curt Herzstark. Das der Maschine unterliegende Prinzip ließ sich der österreichische Erfinder Curt Herzstark 1938 patentieren und konnte seine Erfindung 1947 nach Ende des 2. Weltkriegs und Befreiung aus dem KZ Buchenwald in Liechtenstein durch die Contina AG bauen lassen. Die nach ihrem Erfinder benannte CURTA beherrscht die vier Grundrechenarten, kann Quadratwurzeln ziehen und operiert in einem bis zu 11-stelligen Zahlenraum. Sie geht mit 390 € in die Auktion.

Zu den Juwelen unter den mehr als 300 Losen Schmuck und Uhren gehören ein modernes Designerarmband (Limit 5.500 €), eine außergewöhnliche Anhänger-Brosche in Form eines Löwenkopf-Türklopfers (Limit 5.500 €) und eine goldene Glashütte Original-Armbanduhr „Senator“ mit Panoramadatum (Limit 3.900 €). Ein seltenes Radschlossgewehr aus dem 16. Jahrhundert (Limit 4.600 €), ein fein silberintarsierter Kursi-Mameluken-Tisch aus dem 19. Jahrhundert (Limit 240 €) sowie eine Sammlung früher persischer und kaukasischer Teppiche gehören ebenfalls zu den Highlights. Kostbare Buchdrucke gibt es unter anderem mit David Herrlibergers „Religionen der Welt“ von 1746/48 (Limit 1.400 €), Cyriacum Spangenbergs "Mansfeldische Chronica“ aus dem Jahr 1572 (Limit 650 €) und dem 1700 in Straßburg editierten Werk "Kurtzes Hand-Büchlein und Experiment vieler Artzneyen durch den gantzen Cörper des Menschens, von dem Haupt biß auff die Füß" (Limit 300 €). Highlights im Bereich Glas sind ein seltener russischer Barock-Glaspokal mit dem Porträt der Zarin Katharina II. (Limit 3.000 €) und seltene Jugendstil-Weingläser von Erich von Kleinhempel für die Rheinischen Glashütten AG, Köln-Ehrenfeld (Limit je 390 €).
Sammler finden in der Kategorie Spielzeug eine umfangreiche Weihnachtssammlung. Hier gibt es alles von Federbäumen über historischen Christbaumschmuck und Weihnachtsmänner bis hin zu Oberammergauer Krippen. Dazu werden zahlreiche interessante Charakterpuppen, seltene Teddys, verschiedene Puppentheater und eine unlimitierte Puppenstuben-Sammlung angeboten. Liebhaber antiker Puppen dürfen sich unter anderem auf eine blonde Wachspuppe Typ Pierotti (Limit 390 €) oder ein seltenes schreiendes Baby mit Stoffkörper von J.D. Kestner (Limit 240 €) freuen. Im Bereich technisches Spielzeug ragt eine große Märklin Spur 1-2-B Dampflok EE3021 mit 4 A-Tender im Originalkarton (Limit 2.200 €) heraus, die seit 2 Generationen unbespielt bei der Auflösung eines großbürgerlichen Haushaltes auftauchte.

Die Kategorien Gemälde und Grafiken beeindrucken mit über 900 Positionen. Zu den Höhepunkten zählen Julius Exters sonniges „Landhaus“ (Limit 5.500 €), Franz von Defreggers „Männerporträt“ (Limit 1.800 €) sowie ein „Frauenbildnis“, das Julius Schnorr von Carolsfeld zugeschrieben wird (Limit 7.500 €). Herrschaftlich präsentieren sich auch die zwei Adelsporträts von Rudolf Suhrlandt, die Friedrich Franz I. Großherzog von Mecklenburg-Schwerin und Luise Friederike Saal zeigen (Limit 7.500 €). Eine Jean-Baptiste Lallemand zugeschriebene „Ideale Landschaft“ wird für 3.300 € offeriert, ein mit 205 x 155 cm überdimensioniertes „Bildnis eines Generals des Dreißigjährigen Krieges mit Feldherrnstab“ aus dem 17. Jahrhundert von Gerrit van Honthorst für 2.800 €. Auch Liebhaber des Expressionismus und der Moderne kommen bei Werken von Ernst Ludwig Kirchner und Frans Masereel auf ihre Kosten.

Ob hochwertige Bronzen, edles Porzellan oder seltene Keramiken – diese Auktion verspricht Entdeckungen für jeden passionierten Sammler. Nutzen Sie die Gelegenheit, diese außergewöhnlichen Objekte vorab in unseren Ausstellungsräumen zu besichtigen und persönlich in Augenschein zu nehmen!

Dazu laden wir Sie herzlich ab Freitag, 20. Februar, täglich von 10 bis 18 Uhr, zu unserer Vorbesichtigung ein! Lassen Sie sich von der Eleganz unserer Villenräume verzaubern und erleben Sie spannende Kunstvorträge unserer Expert:innen am Samstag, 21. Februar, und am Sonntag, 22. Februar. Annette Niessen von der ARTIMA-Kunstversicherung lädt zu persönlichen Gesprächen und Einblicken in die Welt der Kunstversicherung am Dienstag, 24. Februar 2026, in unser Haus ein. Ein spannendes Antiquitäten-Bingo mit tollen Preisen garantiert zusätzlichen Entdeckungsspaß.

Der Online-Katalog mit ausführlichen Losbeschreibungen, zahlreichen Detailbildern und jeweiliger Aufrufszeit erscheint Ende Januar 2026. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen schon bald viel Freude beim Stöbern!
Ihr Kunst-Auktionshaus WENDL