Kunst-Auktionshaus Wendl

Die Geschichte

Das Kunst-Auktionshaus Wendl im Wandel der Zeit

Anfang Juni 1991 gründeten Anke und Martin Wendl im Herzen der thüringischen Residenzstadt Rudolstadt das Kunst-Auktionshaus Wendl, das sich schnell vom Geheimtipp zu einem erfolgreichen, international bekannten Unternehmen entwickelte.
 
Dem voraus ging Martin Wendls bereits viele Jahre gehegte Leidenschaft für Kunst und Antiquitäten: die Beschäftigung mit den „alten Schätzen“ bereits während seines Germanistik-Studiums, die anschließende Arbeit beim Greifenverlag in Rudolstadt, wo er als Lektor und Autor der damals erfolgreichen Buchreihe „Spaß am Sammeln“  bekannt wurde sowie die Gründung der „Antiquitäten-Stube“ Rudolstadt gemeinsam mit seiner damaligen Frau im Jahre 1973. Für Liebhaber und Kenner schöner alter Dinge wurde dieser nur wenige Quadratmeter große Laden innerhalb kurzer Zeit ein beliebter und gefragter Anlaufpunkt, war er doch mehr als ein Farbtupfer in der ansonsten eintönigen DDR-Warenwelt. 1987 wurden Wendls eines der Opfer der „Zwangsenteignung zwecks Devisenbeschaffung“ der so genannten Kunst und Antiquitäten GmbH Berlin-Mühlenbeck mit ihrem Drahtzieher Alexander Schalck-Golodkowski. Beinahe um die gesamte Existenz gebracht, blieb ihnen nur die Ausreise.

Gleich nach der Wiedervereinigung ging es von Würzburg aus an die Vorbereitung zur Auktionshaus-Gründung in der alten Heimat – jetzt zusammen mit Partnerin Anke, die, aus einer Thüringer Sammlerfamilie stammend, die „Antiquitätenluft“ schon als Kind eingeatmet hatte.  Am 9. November 1991, am 2. Jahrestag des Mauerfalls, wurde dann die erste Auktion durchgeführt. Der Erfolg bereits dieser Auktion war überwältigend. Von den 615 Katalognummern wurden 611 versteigert. Der Andrang war so groß und der 80 Sitzplätze fassende Raum so klein, dass die Bieter bis in den Vorraum standen oder durch die geöffneten Fenster von der Straße aus mitboten.

Schon die zweite Auktion im Frühjahr 1992 überraschte mit einem sensationellen Zuschlag: Ein mit 8.000 DM limitiertes Gemälde von Emil Rau wurde von einem bayrischen Bieter für 36.000 DM ersteigert – nicht nur die Medien waren begeistert. Im Laufe der Zeit steigerte sich das Warenangebot – gewissermaßen analog zum steigenden Bekanntheitsgrad und Renommee des Auktionshauses. Insgesamt neun Auktionen wurden vom alten Quartier in der Saalgasse aus organisiert. Während die Versteigerung meist im Rathaussaal stattfand, erfolgte die Warenabholung in den nur wenige Meter entfernt liegenden Geschäftsräumen. Im Herbst 1994 bezog das Familienunternehmen, nun um eine Tochter und einen Sohn gewachsen, das neue Domizil in der August-Bebel-Straße 4: eine um 1875 erbaute, neoklassizistische Villa, die von Grund auf saniert und in mehreren Bauabschnitten denkmalgerecht umgebaut und erweitert wurde.

Inzwischen hat sich der einstige Familienbetrieb zu einem elf Mitarbeiter umfassenden Unternehmen entwickelt. Jährlich finden drei Auktionen mit ca. 4000 Objekten statt, die dann an 2 ½ Tagen versteigert werden. Der aufwändig gestaltete Katalog erscheint jeweils drei Wochen vor der Auktion. Zeitgleich ist der Katalog auch online.
Durch kontinuierliche Werbung in Medien aller Art und dank des intensiv genutzten Internet-Portals kann sich das Auktionshaus heute über einen Stamm von mehr als 10.000 Kunden freuen.

Rudolstadt, Mai 2014

Nächste Auktionen

87. Auktion 2. - 4. März 2017
88. Auktion 15. - 17. Juni 2017
89. Auktion 26. - 28. Oktober 2017