Kunst-Auktionshaus Wendl

88. | Sommerauktion 15. - 17. Juni 2017


VORSCHAU ZUR 88. AUKTION



Bild: Album mit 27 Arbeiten russischer Künstler, 1893


Der liebliche Klang eines um 1900 gefertigten Blechplatten-Polyphons (Limit 1600 €) in einer lauen Sommernacht, der reizende Anblick der „3 Grazien“ des Bildhauers Christian Neuper (1876 – 1950) aus Alabaster (Limit: 1600 €) oder die liebevoll in Handarbeit hergestellten Gläser des Glaskünstles Volkhard Precht aus dem thüringischen Lauscha, die die Farben des Sommers widerspiegeln (Limit: 40 – 120 €) locken zur Sommerauktion nach Rudolstadt. In allen Sparten winken extravagante und hochwertige Objekte! Besonders hervorzuheben ist dabei ein in Leder gebundenes Album mit 27 vortrefflichen Originalen russischer Künstler aus dem Jahre 1893 mit Künstlern wie Sergei Malyutin, ALexei Korin, Viktor Baturin, Adolf Levitan, Alexander Kiselev, Vladimir Perov, Vasily Perepletchikov und Petr Korovin (Limit: 4600 €).
Das Album wurde im Rahmen der 1. Gemäldeausstellung Moskauer Künstler 1893 von den Künstlern an Lazar Solomonovich Polyakov gegeben. Die Ausstellung bildete die Grundlage der später gegründeten Moskauer Künstlervereinigung. Polyakov war der jüngere Bruder des Eisenbahnmagnaten Samuel Polyakov und gründete und besaß mehrere Banken im Russischen Kaiserreich, was ihm den Spitznamen „Rothschild von Moskau“ verlieh. Als bekannter Philantroph war er mehrere Dekaden der Leiter der Jüdischen Gemeinde Moskaus und finanzierte den Bau der Moskauer Choral-Synagoge.



Bild: Potpourrivase, Aelteste Volkstedter | Comicfigur "Alphons", Steiff | Französische Modepuppe in Sänfte | Porzellangemälde "Gute Nacht", KPM Berlin 


Ein Highlight der Kategorie Asiatika ist ein Fürstenkris (Limit: 460 €) aus dem Hause des balinesischen Nationalhelden Gusti Ketut Jelantik (gest. 1849), welcher wegen seines Widerstands gegen die holländische Invasion verehrt wird.
Zeugnisse deutscher Militärgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts finden sich in der  Sammlung von 30 günstig limitierten Reservistenkrügen (teils Marine). Aus der gleichen Sammlung stammt die wohl ungetragene preußische Pickelhaube der Landwehr in originaler Schachtel. Orden und ein großes Angebot an Münzen finden sich ebenso in der bunten Sparte „Varia“.  
Lustig und mit verblüffend zeitgemäßem Namen „Alphons“ erstaunt die fast hundertjährige seltene Steiff Figur aus der Comicserie Happy Hooligans (Limit: 900 €), die von frühen Steiff-Teddys der 1920er und 30er Jahre begleitet wird. Außergewöhnlich, chic und hochwertig sind zwei französische Modepuppen aus Biskuitporzellan, wovon eine in einer kostbaren Sänfte (Limit: 1200 €) verwahrt wird, ebenso gibt es zierliche Erzgebirgs-Miniaturfahrzeuge um 1920.
Zu den Glanzstücken der 650 Lose Porzellan zählen mehr als 10 teils große Bildplatten, darunter einige der KPM Berlin (Limit: 1900 – 2400 €). Auch Porzellane des 18. Jh. (Meissen, Ludwigsburg, Aelteste Volkstedter, Höchst und Closter Veilsdorf) zählen zur Offerte.



Bild: Barocke Reisesonnenuhr, Paris | Victor Heinrich Seifert "Großer tanzender Mädchenakt" | Grammophon mit blauem Trichter


Unter den rund 800 Gemälden finden sich Künstlernamen wie Franz Xaver Petter (Limit: 3900 €), Hermann Kaulbach (Limit: 7500 €) und ein Friedrich August von Kaulbach zugeschriebenes Frauenporträt (Limit: 900 €), Jacob Samuel Beck (Limit: 6500 €) oder Karl Buchholz (Limit: 1200 €). Auch die Kategorie Bücher hält museale Stücke bereit. Aufzuzählen sind hier Friderich Rudolphis "Gotha Diplomatica - Oder ausführliche Beschreibung Des Fürstenthums Sachsen-Gotha" aus den Jahren 1711 – 1717 (Limit: 2200 €) sowie George Bickham jun. „The Musical Entertainer“ mit 100 Kupferstichseiten, aus der 2. Hälfte des 18. Jh. (Limit: 1200 €).
Zum erschwinglichen Startgebot von 390 € wird ein dekoratives Collier des Theodor Fahrner (1859 – 1919) Nachfolgers Gustav Braendle angeboten sowie der dazu passende Armreif (Limit: 150 €) und eine Brosche (Limit: 90 €).



Bild: Friedrich August von Kaulbach (1850 – 1920) "Frauenbildnis" (Zuschreibung) | Karl Buchholz "Im Webicht Weimar" | Porzellangemälde "Die 3 Schicksalsgöttinen", KPM Berlin


Begehrte Kleinodien wie eine silberne barocke, Pariser Reisesonnenuhr in Originaletui (Limit: 1800 €) oder eine raffinierte „Mysterieuse“ – eine Uhr, die vermeintlich ohne sichtbares Werk funktioniert (Limit: 750 €) – gehören neben einer breiten Auswahl an Möbeln von Barock und Biedermeier bis zum Jugendstil samt den dazu passenden französischen Tisch- und Deckenlampen sowie Teppichen und Spiegeln ebenso zu den erstklassigen Stücken der dreitägigen Sommerauktion.  
Sie findet vom 15. bis 17. Juni statt. Ab dem 10. Juni (täglich 9 – 18 Uhr) sowie an den Auktionstagen können alle Positionen im kunstvoll dekorierten Auktionshaus besichtigt werden. Der Katalog mit ca. 3800 Losen erscheint Ende Mai.

Ein Ausflug nach Rudolstadt lohnt sich! Wir freuen uns auf Sie!





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Katalog: online Ende Mai 2017, auch als Buch erhältlich (Inland 15,- € / Europa 20,- €)
Vorbesichtigung: ab 10. Juni 2017, täglich 9-18 Uhr
LIVE-Bieten: Registrieren Sie sich rechtzeitig vor Auktionsbeginn!

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